Der Name und die Strukturierung

Die ganze Bewegung tauften die Gründerväter „Artaban – Die Freie Fahrtengemeinschaft“. „Artaban“ ist der Name des vierten Weisen in Henry van Dykes Legende vom vierten König, welcher wie die drei Könige auf dem Weg nach Bethlehem war. Er hatte auf dem Weg dorthin notleidenden Menschen geholfen und dadurch die anderen drei verloren. Erst am Ende seines Lebens sah er schließlich Christus, doch während seiner Reise hatte er zu Geben und Teilen gewusst. So steht auch für uns der Name: Reisen und Wandern, denn der Weg ist das Ziel.

Die Gruppen wurden so weit aufgebaut, dass sie sich selbständig leiten konnten. So wird Artaban heute von Jugendlichen organisiert, geführt und geleitet. Bis heute haben wir keinen „Lagermeister“ oder „Chef“ auf Lagern, Fahrten oder in den Gruppen. Im Gegenteil: Schüler ab der 9. Klasse führen gemeinsam die ganze Gruppe, bis sie in den höheren Klassen wegen der Schulprüfungen nur noch wenig Zeit haben oder die Schule am Ende verlassen. Dann sind sie weiterhin auf den Lagern und Fahrten herzlich willkommen, ziehen sich aber aus der aktiven Gestaltung und Gruppenführung zurück, um den Nachrückenden die Freiheit für eigene Erfahrungen und neue Entscheidungen zu lassen. Sie werden dann auch Sternfahrer genannt.
Die Schulen stehen bei einigen Gruppen unterstützend im Hintergrund und stellen oft die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Die Meißner Formel

Die Meißner-Formel prägte 1913 richtungsweisend die Jugendbewegung. Wie in der Formel festgehalten wollen auch wir unser Leben nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung und in innerer Wahrhaftigkeit gestalten.